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Online-Shop erstellen: Baukasten, Shopify, Shopware oder individuell?

Online-Shop erstellen — welche Plattform passt? Baukasten, Shopify, Shopware oder individuell: die ehrliche Entscheidungshilfe nach Budget, Produktzahl und DSGVO.

Ronni Wordel
3 Min. Lesezeit

„Ich brauche einen Online-Shop” — und dann stehst du vor einem Dutzend Plattformen, die alle behaupten, die einfachste, beste oder günstigste zu sein. Die ehrliche Antwort: Es gibt nicht die eine richtige. Es gibt die richtige für deine Produktzahl, dein Budget und deine Ansprüche an Datenschutz und Wachstum. Hier die Optionen im Klartext — mit dem, was die Anbieter dir nicht auf die Startseite schreiben.

Zuerst: die vier Fragen, die alles entscheiden

Bevor du eine einzige Plattform anschaust, beantworte diese vier Fragen:

  1. Wie viele Produkte? 20 oder 20.000 macht einen riesigen Unterschied — bei Performance, Pflege und Plattformwahl.
  2. B2C oder B2B? B2B braucht Staffelpreise, Kundengruppen, Netto-Ausweisung und oft eine Anbindung an die Warenwirtschaft.
  3. Budget — laufend, nicht nur einmal. Jede Plattform kostet monatlich: Lizenz, Transaktionsgebühren, Apps oder Plugins. Der Einmalpreis ist selten die ganze Rechnung.
  4. Ist EU-Hosting/Datenschutz wichtig? Für viele KMU in Deutschland ist ein US-Cloud-Shop ein DSGVO-Thema.

Die Optionen im Klartext

Baukasten-Shops (Wix, Jimdo, IONOS)

Schnell aufgesetzt, günstig im Einstieg, alles aus einer Hand. Aber: Du bist im Mietmodell gefangen, der Funktionsumfang ist begrenzt, bei vielen Produkten wird es zäh, und die Daten liegen oft außerhalb der EU. Passt für: eine Handvoll Produkte, schneller Start, kein Wachstumsdruck.

Shopify

Der bequemste der großen Shops: gehostet, stabil, riesiges App-Ökosystem. Aber: monatliche Lizenz plus Transaktionsgebühren (wenn du nicht Shopify Payments nutzt), die Apps summieren sich schnell zu einem zweiten Lizenzpreis, und Hosting samt Daten liegt außerhalb der EU. Passt für: schnell wachsende B2C-Shops, die Bequemlichkeit über Datenhoheit stellen.

WooCommerce (WordPress)

Das WordPress-Shop-Plugin — flexibel, große Community, scheinbar günstig. Aber: Du erbst den kompletten WordPress-Pflegeaufwand: Plugin-Updates, Sicherheit, Performance (warum das ein Dauerlauf ist, steht in WordPress kritischer Fehler beheben). Ein wachsender WooCommerce-Shop wird schnell langsam und wartungsintensiv. Passt für: bestehende WordPress-Seiten, die einen kleinen Shop ergänzen.

Shopware

Die deutsche B2B/B2C-Lösung: mächtig, DSGVO-freundlich, EU-Hosting möglich, stark bei komplexen Anforderungen wie Staffelpreisen, Kundengruppen und Warenwirtschafts-Anbindung. Aber: mehr Einrichtungsaufwand, und es braucht jemanden, der es kann. Passt für: ernsthafte deutsche Händler, B2B, Wachstum und Datenhoheit. Den direkten Vergleich findest du in Shopify vs. Shopware.

Individuell / Headless

Ein eigenes Frontend (z. B. mit Astro) plus ein Shop-Backend (Shopware oder Stripe) über eine Schnittstelle. Maximale Ladegeschwindigkeit und Gestaltungsfreiheit, dafür der höchste Bau-Aufwand. Passt für: besondere Anforderungen, beste Performance, wenn der Shop ein Kern-Asset deines Geschäfts ist.

Was ein Online-Shop wirklich kostet

Nicht nur die Lizenz. Rechne immer mit der ganzen Kette: Plattform/Lizenz (0–300 €/Monat) + Transaktionsgebühren (bei vielen Anbietern 1,5–3 % pro Verkauf) + Apps/Plugins + Hosting + Gebühren des Zahlungsanbieters + laufende Pflege. Bei webAION liegt ein kleiner Shop (bis rund 50 Produkte, mit Stripe oder PayPal) bei ab 4.990 € einmalig; mittelgroße und B2B-Shops mit Warenwirtschafts-Anbindung entsprechend höher — als Festpreis nach einem kurzen Erstgespräch, ohne monatliche Lizenz-Überraschungen.

So entscheidest du

  • Wenige Produkte, schneller Start, kleines Budget: Baukasten oder ein schlanker Shopify.
  • Wachsender B2C-Shop, Bequemlichkeit zählt mehr als Datenhoheit: Shopify.
  • Deutscher Händler, B2B, Datenhoheit und Wachstum: Shopware.
  • Maximale Performance, besonderer Use-Case: individuell/headless.

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