Zum Inhalt springen
21+ Projekte erfolgreich umgesetzt 5.0★ Google Bewertung · Lauenburg & Umgebung Kostenloses 15-Min Erstgespräch — direkt mit Ronni Kostenlose Erstberatung buchen →
KI Content ChatGPT Claude Texterstellung

KI-Texte schreiben: Anleitung für Unternehmer (die nicht wie KI klingen)

KI-Texte für Ihre Website und Ihr Marketing: Wie Sie ChatGPT und Claude nutzen, ohne dass es nach KI klingt. Praxisanleitung mit Prompts.

Ronni Wordel
5 Min. Lesezeit
KI-Texte schreiben: Anleitung für Unternehmer (die nicht wie KI klingen)

Sie kennen das: Sie brauchen einen Text für Ihre Website, einen Blog-Artikel oder eine Angebotsbeschreibung. Sie oeffnen ChatGPT, tippen “Schreibe einen Text über…” und bekommen einen Text, der klingt wie eine schlechte Werbebroschure. Voller Floskeln, ohne Persoenlichkeit, sofort als KI-generiert erkennbar.

Das Problem liegt nicht an der KI. Es liegt an der Art, wie die meisten Menschen KI-Tools nutzen. In diesem Ratgeber zeigen wir, wie Sie mit generativer KI Texte erstellen, die authentisch klingen, Ihre Zielgruppe ansprechen und tatsaechlich Ergebnisse bringen.

Warum die meisten KI-Texte schlecht sind

Problem 1: Zu wenig Kontext

Wenn Sie der KI sagen “Schreibe einen Text über Heizungsinstallation”, bekommt sie keine Informationen über:

  • Ihr Unternehmen und Ihre Positionierung
  • Ihre Zielgruppe und deren Sprache
  • Ihren Tonfall und Stil
  • Was den Text von tausend anderen Texten unterscheiden soll

Das Ergebnis ist ein generischer Text, der für jedes Unternehmen passen könnte und deshalb für keines richtig passt.

Problem 2: Kein Briefing

Professionelle Texter bekommen ein Briefing mit Zielgruppe, Tonfall, Kernbotschaften und Zielen. Die KI bekommt “Schreibe mal was Schoenes”. Kein Wunder, dass das Ergebnis mittelmässig ist.

Problem 3: Keine Nachbearbeitung

Ein KI-generierter Text ist ein Entwurf, kein fertiges Produkt. Wer den Output ohne Bearbeitung veröffentlicht, bekommt das, was alle bekommen: austauschbare Texte ohne Seele.

Die richtige Methode: KI als Schreibpartner

Die beste Nutzung von KI ist nicht “KI schreibt, ich veröffentliche”, sondern “KI unterstuetzt, ich verfeinere”. Hier ist der Prozess:

Schritt 1: Briefing erstellen

Bevor Sie die KI oeffnen, beantworten Sie diese Fragen:

  • Wer liest den Text? (Zielgruppe, Vorkenntnisse, Erwartungen)
  • Was soll der Text bewirken? (Informieren, überzeugen, verkaufen)
  • Welcher Tonfall passt? (Professionell, locker, fachlich, persoenlich)
  • Welche Kernbotschaften müssen rein?
  • Welche Handlung soll der Leser ausführen? (Call-to-Action)

Schritt 2: Strukturierten Prompt schreiben

Ein guter Prompt ist ein Mini-Briefing für die KI. Je praeziser der Prompt, desto besser das Ergebnis.

Schlechter Prompt: “Schreibe einen Text über Badumbau für meine Website.”

Guter Prompt: “Du bist Texter für einen Handwerksbetrieb in Hamburg, der Badumbauten für Privatkunden durchführt. Schreibe einen Website-Text (600 Wörter) für die Leistungsseite Badumbau. Zielgruppe: Hauseigentuemer ab 40, die ihr Badezimmer modernisieren wollen. Tonfall: professionell, aber verständlich. Keine Werbefloskeln. Struktur: Problem (veraltetes Bad), Lösung (Komplettumbau), Ablauf (5 Schritte), Preisrahmen (15.000-25.000 Euro), CTA (Beratungstermin vereinbaren).”

Schritt 3: Iterieren und verfeinern

Der erste Output ist selten perfekt. Verfeinern Sie in mehreren Schritten:

  • “Mache den Text konkreter. Nenne spezifische Beispiele.”
  • “Streiche alle Floskeln und ersetze sie durch konkrete Aussagen.”
  • “Schreibe die Einführung neu. Sie soll mit einem Problem beginnen, das der Leser kennt.”
  • “Kuerze den Text auf 500 Wörter ohne Inhalt zu verlieren.”

Schritt 4: Persoenlichkeit einbringen

Hier kommt Ihre Arbeit: Ersetzen Sie generische Aussagen durch Ihre echten Erfahrungen:

  • Generisch: “Wir haben langjährige Erfahrung im Badumbau.”
  • Persoenlich: “In 12 Jahren haben wir über 300 Baeder umgebaut. Das Erste war in einer Altbauwohnung in Eimsbuettel, ein Bad mit 4 Quadratmetern. Seitdem wissen wir: Jedes Bad hat Potenzial.”

Schritt 5: Faktencheck und Feinschliff

KI erfindet manchmal Fakten. Prüfen Sie:

  • Stimmen die genannten Zahlen und Preise?
  • Sind die Aussagen für Ihr Unternehmen zutreffend?
  • Gibt es rechtlich problematische Formulierungen?
  • Passt der Text zu Ihrer Marke?

Prompt-Vorlagen für verschiedene Textarten

Website-Texte

“Schreibe einen Website-Text für die Seite [Seitenname] meines Unternehmens [Name]. Wir sind [Beschreibung]. Unsere Zielgruppe: [Zielgruppe]. Tonfall: [Tonfall]. Der Text soll [Ziel]. Struktur: [Abschnitte]. Länge: [Wörter]. Vermeide Floskeln, Superlative und leere Versprechen.”

Blog-Artikel

“Schreibe einen Ratgeber-Artikel zum Thema [Thema]. Der Artikel richtet sich an [Zielgruppe] und soll [Ziel]. Beantworte die Frage [Hauptfrage]. Struktur mit H2- und H3-Überschriften. Länge: [Wörter]. Schreibe praxisnah mit konkreten Beispielen und Handlungsanweisungen.”

Angebote und E-Mails

“Schreibe eine [E-Mail/Angebotstext] an [Empfänger]. Kontext: [Situation]. Ziel: [Was soll der Empfänger tun?]. Tonfall: [professionell/persoenlich]. Länge: maximal [Wörter].”

Social-Media-Posts

“Erstelle [Anzahl] Social-Media-Posts für [Plattform] zum Thema [Thema]. Zielgruppe: [Zielgruppe]. Jeder Post maximal [Zeichen]. Jeweils mit CTA. Hashtag-Vorschlaege für lokale Reichweite.”

KI-Texte und SEO

Suchmaschinen bewerten Inhalte nach Qualität und Relevanz, nicht nach der Herkunft. Google hat offiziell bestaetigt: KI-generierte Inhalte sind nicht per se schlecht für SEO. Aber sie müssen den gleichen Qualitätsstandards entsprechen wie manuell geschriebene Texte.

Was Google will:

  • Einzigartiger Inhalt mit echtem Mehrwert
  • Expertise und Erfahrung erkennbar (E-E-A-T)
  • Keine duennen, zusammenkopierten Inhalte
  • Natürliche Sprache und Lesbarkeit

Was Sie vermeiden sollten:

  • Massenhaft generierte Texte ohne Überarbeitung
  • Texte ohne Faktencheck veröffentlichen
  • Keyword-Stuffing durch KI-Prompts
  • Identische Textstrukturen auf jeder Seite

Die besten KI-Tools für Unternehmenstexte

ChatGPT (OpenAI)

  • Vielseitig einsetzbar, gute Allround-Qualität
  • GPT-4 liefert deutlich bessere Ergebnisse als GPT-3.5
  • Kostenlos nutzbar (mit Einschraenkungen), Pro ab 20 Euro/Monat

Claude (Anthropic)

  • Besonders gut bei längeren, strukturierten Texten
  • Starker Tonfall-Beibehaltung über den gesamten Text
  • Weniger Halluzinationen als andere Modelle

Perplexity AI

  • Kombiniert KI-Textgenerierung mit aktueller Webrecherche
  • Gut für faktenbasierte Inhalte und aktuelle Themen
  • Nennt Quellen, die Sie prüfen können

Was KI nicht kann (und nicht sollte)

  • Ihre persoenliche Erfahrung ersetzen: Die besten Inhalte kommen aus echtem Wissen
  • Strategie entwickeln: KI schreibt Texte, aber plant keine Content-Marketing-Strategie
  • Rechtlich beraten: KI-generierte Rechtstexte (AGB, Datenschutz) sind riskant
  • Kreativ sein: KI remixed Bestehendes, sie erfindet nichts wirklich Neues

Fazit: KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz

KI-Tools sparen Zeit bei der Texterstellung. Aber sie ersetzen weder Ihre Expertise noch eine durchdachte Content-Strategie. Nutzen Sie KI für den Entwurf, bringen Sie Ihre Persoenlichkeit und Ihr Fachwissen ein, und investieren Sie in die Überarbeitung.

Sie wollen Ihr Team im Umgang mit KI-Tools schulen? Unser Halbtages-Workshop „KI im Arbeitsalltag” bringt Ihrem Team in 4 Stunden bei, wie man Texte, E-Mails und Content effizient und DSGVO-konform mit KI erstellt. Ab 790€ pauschal für 3–10 Teilnehmer, mit Teilnahmebestätigung (relevant ab August 2026 durch den EU AI Act).

💡 Alternativ: Sie wollen die Content-Erstellung komplett automatisiert? Unser KI-Kickstart richtet an einem Tag Newsletter-, Social-Media- und Blog-Automationen ein — inklusive DSGVO-konformer Tool-Auswahl.

Bereit für den nächsten Schritt?

Berechnen Sie jetzt das Potenzial Ihres Projekts.

ROI-Check

Was kostet Sie eine schlechte Website?

Schlechtes Design kostet Vertrauen – und damit Umsatz. Berechnen Sie Ihr Potenzial.

1,000
2.0%

Typisch sind 1% - 3%.

Ihr ungenutztes Potenzial

+0 €

pro Monat durch 30% UX-Optimierung

  • Mehr Anfragen durch klare Call-to-Actions
  • Höhere Sichtbarkeit durch Google-Optimierung
Potenzial heben

Das könnte Sie auch interessieren