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Restaurant-Website: Speisekarte & Reservierung richtig einbinden

Was eine gute Restaurant-Website braucht: digitale Speisekarte, Reservierungssystem und lokales SEO. Der Guide für Gastronomen.

Ronni Wordel
4 Min. Lesezeit
Restaurant-Website: Speisekarte & Reservierung richtig einbinden

Es ist 12:30 Uhr, Mittagspause. Jemand googelt “Restaurant italienisch in der Nähe”. Ihr Restaurant taucht auf. Der Gast klickt auf Ihre Website und sieht… eine PDF-Speisekarte, die auf dem Handy nicht lesbar ist. Keine Öffnungszeiten. Keinen Reservierungsbutton.

Ergebnis: Der Gast geht woanders hin.

Das passiert täglich hundertfach. Eine gute Restaurant-Website ist kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen vollem und leerem Laden. Hier erfahren Sie, was drauf muss.

Die digitale Speisekarte: Das Herzstück

Die Speisekarte ist der #1 Grund, warum Menschen eine Restaurant-Website besuchen. 78% aller Gäste schauen vor dem Besuch online auf die Karte.

Was Sie NICHT tun sollten

  • PDF hochladen: Eine PDF-Datei ist auf dem Handy kaum lesbar, lädt langsam und wird von Google nicht indexiert
  • Bilder der gedruckten Karte: Gleiches Problem, noch schlechter
  • Keine Speisekarte zeigen: Dann brauchen Sie die Website gleich gar nicht

Was Sie stattdessen tun sollten

Die Speisekarte als HTML-Seite direkt auf der Website:

  • Gut strukturiert mit Kategorien (Vorspeisen, Hauptgerichte, Desserts, Getraenke)
  • Preise immer angeben — Gäste wollen wissen, was sie erwartet
  • Allergene und Zusatzstoffe kennzeichnen (rechtlich Pflicht!)
  • Vegetarische und vegane Optionen deutlich markieren
  • Fotos der Gerichte bei den Highlights (nicht für jedes Gericht nötig, aber 5-10 gute Food-Fotos wirken Wunder)

Warum HTML statt PDF?

  • Google kann HTML-Speisekarten lesen und indexieren. Das heißt: Wenn jemand “Schnitzel Lüneburg” googelt, kann Ihr Restaurant auftauchen
  • Auf dem Handy perfekt lesbar ohne Zoomen
  • Einfach zu aktualisieren, wenn sich Preise oder Gerichte ändern
  • Schnelle Ladezeit

Tages- und Wochenkarte

Viele Restaurants haben eine wechselnde Mittagskarte. Die sollte auf der Website leicht zu aktualisieren sein — idealerweise über ein einfaches CMS, das Sie selbst bedienen können. Tipp: Teilen Sie die aktuelle Tageskarte auch auf Instagram und Google Posts.

Online-Reservierung: Kein “Vielleicht”, sondern Pflicht

2026 will niemand mehr anrufen, um einen Tisch zu reservieren. Besonders die juengere Generation erwartet Online-Buchung.

Optionen für die Online-Reservierung

Option 1: Reservierungsplattform (OpenTable, Resmio, TheFork)

  • Einfach einzurichten
  • Wird von vielen Gästen bereits genutzt
  • Kostet pro Reservierung oder monatliche Gebühr (2-5 Euro pro Reservierung oder 30-100 Euro/Monat)

Option 2: Eigenes Buchungsformular auf der Website

  • Keine laufenden Kosten pro Buchung
  • Volle Kontrolle über die Gäste-Daten
  • Kann als einfaches Formular umgesetzt werden: Datum, Uhrzeit, Personenzahl, Name, Telefon

Option 3: WhatsApp-Reservierung

  • Extrem niedrige Hürde für Gäste
  • Funktioniert sofort, keine Installation nötig
  • Ein WhatsApp-Button auf der Website reicht

Unsere Empfehlung: Bieten Sie mindestens zwei Wege an. Ein Online-Formular auf der Website plus Telefonnummer für die, die lieber anrufen.

Der Reservierungsbutton

Egal welches System Sie nutzen: Der Button “Tisch reservieren” muss auf jeder Seite sichtbar sein. Im Header, auf der Startseite, auf der Speisekarte. Machen Sie es dem Gast so einfach wie möglich.

Öffnungszeiten und Adresse: Klingt banal, ist es nicht

Sie glauben gar nicht, wie viele Restaurant-Websites keine aktuellen Öffnungszeiten zeigen. Oder die Adresse nur im Impressum verstecken.

Was auf die Startseite gehört:

  • Öffnungszeiten (mit Ruhetag!)
  • Adresse mit klickbarem Google Maps Link
  • Telefonnummer (klickbar auf dem Handy)
  • Hinweise auf Sonderöffnungszeiten (Feiertage, Betriebsferien)

Und ganz wichtig: Ändern sich die Öffnungszeiten, aktualisieren Sie sie SOFORT. Auch im Google Unternehmensprofil. Ein Gast, der vor verschlossener Tuer steht, kommt nie wieder.

Google Unternehmensprofil für Restaurants

Für Restaurants ist das Google Unternehmensprofil fast wichtiger als die eigene Website. Denn wenn jemand “Restaurant in der Nähe” sucht, zeigt Google zuerst die Karte mit lokalen Ergebnissen.

Restaurant-spezifische Optimierungen:

  • Menue-Link im Profil hinterlegen (Link zur HTML-Speisekarte)
  • Reservierungslink hinterlegen
  • Hochwertige Fotos von Gerichten, Innenraum und Aussenbereich
  • Google Posts für Tagesgerichte, Events oder Aktionen nutzen
  • Auf jede Bewertung antworten (besonders auf negative — sachlich und freundlich)
  • Attribute pflegen: Aussengastronomie, barrierefrei, WLAN, Lieferservice

Food-Fotografie: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Investieren Sie in gute Fotos Ihrer Gerichte. Das muss kein professionelles Shooting für 2.000 Euro sein. Mit einem modernen Smartphone und natürlichem Licht (am Fenster) bekommen Sie Ergebnisse, die völlig ausreichen.

Tipps:

  • Natürliches Tageslicht, kein Blitz
  • Von schraeg oben fotografieren (45-Grad-Winkel)
  • Teller nicht überladen, etwas Platz lassen
  • Hintergrund aufgeraeumt halten
  • Die 5-10 beliebtesten Gerichte reichen

Was Sie NICHT brauchen

  • Online-Shop für Lieferservice: Nutzen Sie Lieferando & Co., bauen Sie das nicht selbst
  • Aufwaendige Animationen: Gäste wollen die Karte sehen, kein Feuerwerk
  • Background-Musik: Bitte nie. Niemals. Wirklich nicht
  • Flash oder Intro-Seite: Das war 2005 modern

Nächster Schritt

webAION erstellt Websites speziell für Gastronomiebetriebe: mit digitaler HTML-Speisekarte, Online-Reservierung, Google-Optimierung und einem CMS, mit dem Sie die Tageskarte selbst aktualisieren können. Ab 79 Euro pro Monat, alles inklusive.

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