Website für Handwerker: Was muss drauf?
Welche Inhalte und Funktionen eine Handwerker-Website wirklich braucht. Konkrete Tipps für Elektriker, Maler, Dachdecker und Co.
Sie sind Handwerker und brauchen eine Website. Aber was gehört da eigentlich drauf? “Über uns”, ein paar Bilder und die Telefonnummer — reicht das?
Kurze Antwort: Nein. Eine Website, die Ihnen Auftraege bringt, braucht mehr. Aber keine Angst: Es ist kein Hexenwerk. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen genau, welche Elemente eine Handwerker-Website braucht und warum.
Das Fundament: Diese 7 Seiten braucht jeder Handwerksbetrieb
1. Startseite: Ihr digitaler Handschlag
Die Startseite ist Ihr Schaufenster. Ein Besucher entscheidet in 3 Sekunden, ob er bleibt. Deshalb muss sofort klar sein:
- Was machen Sie? (z.B. “Ihr Malermeister in Lüneburg und Umgebung”)
- Was haben Sie davon? (z.B. “Saubere Arbeit, faire Preise, feste Termine”)
- Was soll ich tun? (z.B. ein großer Button “Jetzt Angebot anfordern”)
Darunter: Ihre wichtigsten Leistungen als kurze Kacheln, 2-3 Referenzfotos und Kundenbewertungen.
2. Leistungsseiten: Was genau bieten Sie an?
Nicht eine einzige Seite “Unsere Leistungen”, sondern eine eigene Unterseite pro Leistung. Das ist der wichtigste SEO-Tipp in diesem ganzen Artikel.
Warum? Weil ein Kunde nicht “Maler” googelt, sondern “Fassade streichen Lüneburg” oder “Tapezieren Kosten pro qm”. Für jede Leistung eine eigene Seite bedeutet: Google kann Sie für jede einzelne Suchanfrage finden.
Beispiel für einen Malerbetrieb:
- /leistungen/fassadenanstrich
- /leistungen/innenanstrich
- /leistungen/tapezieren
- /leistungen/lackierarbeiten
- /leistungen/waermedaemmung
Jede Seite braucht: Beschreibung der Leistung, Vorteile, 2-3 Bilder, Preisindikation (wenn möglich) und einen Button zur Kontaktaufnahme.
3. Über-uns-Seite: Zeigen Sie, wer Sie sind
Menschen beauftragen Menschen, nicht Firmen. Die Über-uns-Seite ist oft die meistbesuchte Seite nach der Startseite.
Was drauf muss:
- Echtes Teamfoto (kein Stockfoto!)
- Kurze Vorstellung des Inhabers: Name, Meisterbrief, Erfahrung
- Kurze Vorstellung des Teams
- Geschichte des Betriebs (muss kein Roman sein, 3-4 Sätze reichen)
- Werte: Was ist Ihnen wichtig? Puenktlichkeit? Sauberkeit? Faire Preise?
4. Referenzen / Galerie: Zeigen statt erzaehlen
Nichts überzeugt so stark wie Bilder Ihrer Arbeit. Vorher-Nachher-Fotos sind Gold wert.
Tipps:
- Fotografieren Sie jedes Projekt (Vorher UND Nachher)
- Kurze Beschreibung: Was wurde gemacht, wie lange hat es gedauert?
- Sortieren Sie nach Kategorien (Bad, Kueche, Fassade, etc.)
- Fragen Sie Kunden, ob Sie deren Projekt zeigen duerfen
5. Bewertungen: Lassen Sie Kunden sprechen
93% der Verbraucher lesen Online-Bewertungen, bevor sie einen Handwerker beauftragen. Binden Sie Ihre Google-Rezensionen direkt auf der Website ein.
So bekommen Sie mehr Bewertungen:
- Fragen Sie nach jedem abgeschlossenen Auftrag persoenlich
- Schicken Sie eine kurze SMS oder WhatsApp mit dem direkten Link zu Ihrem Google-Profil
- Reagieren Sie auf jede Bewertung — auch auf die guten
6. Kontaktseite: Machen Sie es einfach
Die Kontaktseite muss drei Dinge bieten:
- Telefonnummer (gross und klickbar auf dem Handy)
- Kontaktformular mit maximal 4 Feldern: Name, Telefon oder E-Mail, Nachricht, optionaler Bild-Upload
- Google Maps Karte mit Ihrem Standort
Bonus: Zeigen Sie Ihr Einzugsgebiet. “Wir sind in ganz Lüneburg, Lauenburg und dem Herzogtum Lauenburg für Sie da.”
7. Karriereseite: Mitarbeiter finden
Sie suchen Gesellen oder Azubis? Dann gehört eine Karriereseite auf Ihre Website. Was dort stehen muss, haben wir in einem separaten Artikel beschrieben.
Technische Must-haves
Neben den Inhalten gibt es ein paar technische Anforderungen, die Ihre Website erfuellen muss:
Schnelle Ladezeit
Handwerker-Kunden sind oft unterwegs und suchen auf dem Handy. Ihre Seite muss in unter 3 Sekunden laden. Schwere WordPress-Themes mit 20 Plugins schaffen das selten.
Mobilfreundlich (Responsive Design)
Über 70% der lokalen Suchanfragen kommen vom Smartphone. Ihre Website muss auf dem Handy perfekt funktionieren. Keine Ausreden.
SSL-Zertifikat
Das Schloss-Symbol in der Adresszeile. Ohne SSL zeigt Google Ihre Seite als “Nicht sicher” an. Kein Kunde schickt seine Daten über eine unsichere Verbindung.
Lokales SEO
- Google Unternehmensprofil einrichten und aktuell halten
- NAP-Daten (Name, Adresse, Telefon) auf Website und Google-Profil identisch
- Lokale Keywords in Seitentiteln und Texten verwenden
Cookie-Banner und Impressum
Rechtlich Pflicht in Deutschland. Fehlt das Impressum oder die Datenschutzerklaerung, riskieren Sie Abmahnungen.
Was Sie NICHT brauchen
Genauso wichtig wie das, was drauf muss, ist das, was Sie weglassen können:
- Kein Blog (es sei denn, Sie haben Zeit und Lust, regelmäßig zu schreiben)
- Kein Online-Shop (Sie verkaufen Dienstleistungen, keine Produkte)
- Keine Animation-Orgien (huebsch, aber langsam und oft störend)
- Kein Chatbot (Ihre Kunden rufen lieber an)
- Keine 50 Unterseiten (5-10 gut gemachte Seiten schlagen 50 lieblose)
Was kostet eine Handwerker-Website?
Realistisch:
- Baukasten (Jimdo, Wix): 10-30 Euro/Monat, aber sehr eingeschraenkt
- Freelancer: 1.500-4.000 Euro einmalig
- Agentur: 3.000-10.000 Euro einmalig
- Mietmodell: ab 79 Euro/Monat, alles inklusive
Nächster Schritt
Bei webAION erstellen wir Websites speziell für Handwerksbetriebe. Wir kennen Ihre Branche, wissen was funktioniert und was nicht. Moderne Technik, schnelle Ladezeiten, SEO-optimiert — und das ab 79 Euro pro Monat ohne Anfangsinvestition.
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