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Google-Unternehmensprofil optimieren: die Checkliste für Betriebe

Checkliste für das Google-Unternehmensprofil: Name, Zeiten, Bewertungen ohne Anreiz, Fotos und Pflege. Ehrlich, ohne Ranking-Versprechen.

Ronni Wordel
18 Min. Lesezeit
Google-Unternehmensprofil optimieren: die Checkliste für Betriebe

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Ein Google-Unternehmensprofil ist der kostenlose Eintrag, der in der Suche und auf der Karte neben Ihrem Firmennamen erscheint. Es hilft, wenn Name, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten und Website überall stimmen, Bewertungen ehrlich zustande kommen und das Profil gepflegt wird. Garantieren kann das niemand: Google sortiert nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit.

Ich bin Ronni Wordel, baue und betreue Websites für Betriebe im Norden und gehe dabei auch Google-Profile durch. Diese Checkliste zeigt, wie Sie Ihr Google-Unternehmensprofil optimieren, in der Reihenfolge, in der ich ein Profil prüfe: zwölf Punkte, jeder mit der Regel von Google und dem, was Sie selbst tun können. Sie brauchen dafür kein Fachwissen und nichts zu kaufen.

Die Checkliste auf einen Blick

Stand der Google-Hilfe: 11.10.2026. Google ändert Oberfläche und Regeln gelegentlich, deshalb nenne ich Menüpunkte nur allgemein.

  1. Profil anlegen oder beanspruchen und bestätigen
  2. Der Name: so, wie er am Schild steht
  3. Kategorien: wenige, genau passende
  4. Adresse, Telefon, Website-Link
  5. Öffnungszeiten, die stimmen
  6. Beschreibung: sachlich, ohne Werbung
  7. Leistungen und Attribute
  8. Fotos und Video
  9. Bewertungen: bitten, ohne zu belohnen
  10. Beiträge, Fragen und Antworten
  11. Profil und Website abgleichen
  12. Messen

Wer wenig Zeit hat, beginnt mit den Punkten 2, 4 und 5. Name, Website-Adresse und Öffnungszeiten sind schnell geprüft, und Fehler dort sehen Kunden sofort.

Wie Google lokal sortiert, und was das Profil nicht kann

Wenn jemand nach einem Betrieb in der Nähe sucht, zeigt Google in der Suche und in Google Maps lokale Ergebnisse. Nach der Google-Hilfe richten sie sich hauptsächlich nach drei Dingen.

Relevanz

Relevanz heißt, wie gut ein Profil zu dem passt, was jemand sucht. Je vollständiger und genauer Ihre Angaben sind, desto leichter kann Google Ihr Profil den passenden Suchanfragen zuordnen. Hier haben Sie den größten Einfluss.

Entfernung

Google berücksichtigt, wie weit ein Betrieb vom Suchenden entfernt ist. Teilt jemand seinen Standort nicht, nutzt Google die Angaben, die es über den Standort kennt. Das können Sie nicht ändern.

Bekanntheit

Bekannte Betriebe erscheinen eher. Nach der Google-Hilfe fließen dabei auch Verweise anderer Websites auf Ihren Betrieb und die Zahl der Rezensionen ein. Je mehr Rezensionen und positive Bewertungen ein Betrieb hat, desto besser kann das Ranking ausfallen.

Was das Profil nicht kann

Google schreibt es selbst: Ein besseres lokales Ranking lässt sich nicht einfordern, auch nicht gegen Bezahlung. Ein Profil kann keinen Platz kaufen, keine Entfernung verkürzen und keine schwache Website ersetzen. Es sorgt dafür, dass Google und Ihre Kunden die richtigen Angaben finden.

Wie stark die Entfernung wirkt, zeigt eine Messung, die ich am 11.10.2026 für das Profil von webAION gemacht habe. Ein Abfragedienst hat Google mit einem simulierten Standort in der jeweiligen Ortsmitte befragt:

Standort der Suche Suchbegriff Platz im Kartenpaket Entfernung zum Sitz (Luftlinie)
Lauenburg webdesign lauenburg 1 von 4 am Ort
Büchen webdesign büchen 4 von 4 knapp 12 km
Geesthacht webdesign geesthacht nicht vertreten knapp 13 km

Das ist eine Momentaufnahme mit simuliertem Standort; echte Geräte können abweichen, und es ist eine Einzelmessung, kein Gesetz. Sie passt aber zu dem, was Google über die Entfernung schreibt: Schon in 12 bis 13 Kilometern Abstand erschien das Profil in der Ortsmitte des Nachbarorts schlechter oder gar nicht, wahrscheinlich, weil Mitbewerber dort näher am Suchenden liegen. Planen Sie Ihr Einzugsgebiet deshalb ehrlich, und erwarten Sie keine Karte, die jeden Ort im Kreis abdeckt.

1. Profil anlegen oder beanspruchen und bestätigen

Wer eine Firma bei Google eintragen oder einen Eintrag in Google Maps erstellen will, sollte zuerst nachsehen, ob es schon einen Eintrag gibt. Suchen Sie in Google Maps nach Ihrem Firmennamen und Ihrem Ort. Manchmal hat Google oder ein früherer Inhaber schon ein Profil angelegt. Google verlangt nur ein Profil pro Unternehmen; mehrere führen zu Problemen bei der Darstellung. Gibt es schon einen Eintrag, beanspruchen Sie ihn, statt einen zweiten anzulegen.

Gibt es keinen, erstellen Sie den Google-Eintrag mit einem Google-Konto, auf das Sie dauerhaft Zugriff haben. Nehmen Sie nicht das private Konto einer Person, die den Betrieb später verlässt.

Dann entscheiden Sie, welche Art von Profil Ihr Betrieb ist:

  • Betrieb mit Standort, den Kunden besuchen: Hier zeigt Google die Adresse. Dafür muss am Standort ganzjährig eine feste Beschilderung mit dem Namen des Betriebs vorhanden sein.
  • Betrieb, der zum Kunden fährt: Hier tragen Sie das Einzugsgebiet ein und zeigen die Adresse nicht. Wer seinen Betrieb von der Privatadresse führt, entfernt die Adresse aus dem Profil. Postfächer und gemietete virtuelle Büros sind als Adresse nicht zulässig.

Zum Schluss bestätigt Google, dass Sie den Betrieb vertreten dürfen. Welche Möglichkeit Sie bekommen, legt Google automatisch fest: je nach Unternehmenstyp, Region und Öffnungszeiten ein Anruf oder eine SMS, eine E-Mail, ein Live-Videoanruf oder eine Postkarte. Auswählen können Sie das nicht. Bei der Videobestätigung zeigen Sie per Kamera, wo Sie sitzen und dass der Betrieb Ihnen gehört, zum Beispiel am Schild, am Eingang oder an Ihrem Arbeitsplatz. Halten Sie das vorher bereit. Der Code auf einer Postkarte gilt nur begrenzt; geben Sie ihn rechtzeitig ein.

Ohne Bestätigung ist ein Profil unvollständig und wird mit geringerer Wahrscheinlichkeit angezeigt. Das ist der Grund, warum dieser Punkt zuerst kommt.

2. Der Name: so, wie er am Schild steht

Die Regel ist einfach: Verwenden Sie den Namen, den Sie auch außerhalb von Google für Ihr Schild, Ihre Website, Ihr Briefpapier und gegenüber Kunden benutzen. Nicht mehr und nicht weniger.

Google nennt ausdrücklich, was im Namen nichts verloren hat:

  • Marketingslogans
  • Öffnungszeiten
  • Telefonnummern und Website-Adressen
  • Hinweise auf Leistungen oder Produkte
  • Standortangaben
  • Sonderzeichen und unnötige Rechtsformzusätze wie GmbH, sofern sie nicht nachweislich zum Namen gehören

Wer sich nicht daran hält, riskiert, dass das Profil gesperrt wird. Ein Beispiel: Aus „Malerbetrieb Muster, Fassaden und Innenausbau in Lauenburg“ wird „Malerbetrieb Muster“. Die Leistungen und den Ort tragen Sie in den passenden Feldern ein, nicht im Namen.

So gehen Sie vor: Sehen Sie nach, wie der Name an Ihrem Schild, im Briefkopf, im Impressum und auf der Website steht, und übernehmen Sie genau diese Schreibweise. Wenn Sie den Namen im Profil ändern, tun Sie das als Letztes, nachdem alles andere stimmt, und prüfen Sie danach, ob das Profil unverändert angezeigt wird.

3. Kategorien: wenige, genau passende

Mit der Hauptkategorie sagt Google, was Ihr Betrieb ist. Die Regeln dazu sind klar:

  • So wenige Kategorien wie möglich, für das Kerngeschäft.
  • Möglichst genaue Kategorien statt allgemeiner.
  • Keine Kategorien als Stichwörter, und keine, die zu anderen Betrieben in Ihrer Nähe gehören.

Googles Faustregel: Wählen Sie nur Kategorien, auf die der Satz „Dieses Unternehmen ist …“ zutrifft, nicht „Dieses Unternehmen hat …“. Wer eine genaue Kategorie wählt, bekommt die allgemeineren von Google automatisch dazu. Sie müssen die Liste also nicht vollklicken.

Ein Beispiel: Wer Websites baut, wählt als Hauptkategorie „Webdesigner“. „Unternehmensberater“ dazuzunehmen, weil man auch mal berät, verwässert das Bild. Ein Heizungsbauer, der Heizungen einbaut und wartet, wählt „Heizungsbauer“ und nicht zusätzlich alles, was irgendwo am Rand vorkommt.

Adresse. Tragen Sie den tatsächlichen Standort ein. Etage oder Büronummer gehören in die zweite Adresszeile. Stichwörter oder Web-Adressen haben in den Adresszeilen nichts zu suchen.

Telefon. Google möchte eine Nummer, unter der der Betrieb erreichbar ist, nach Möglichkeit eine örtliche statt eines Callcenters. Sie muss direkt beim Betrieb ankommen. Dieselbe Nummer sollte auf Ihrer Website stehen.

Website-Link. Tragen Sie eine Seite ein, die Ihren Standort und Ihr Angebot zeigt, keine Adresse, die erst auf eine andere Seite weiterleitet (etwa auf eine Seite in sozialen Medien). Achten Sie auf die Schreibweise: Die Adresse sollte mit https:// beginnen. Mit http:// läuft jeder Besuch zuerst über eine Weiterleitung, und das ist unnötig.

Ein Tipp, der sich auszahlt: Hängen Sie an den Link Zählparameter an, zum Beispiel ?utm_source=google&utm_medium=organic&utm_campaign=gbp-profil. Dann erkennt Ihre eigene Webstatistik, wie viele Besuche aus dem Profil kommen, und trennt sie von der normalen Suche. Prüfen Sie einmal, ob Ihre Website mit dem Parameter normal lädt. Wenn Sie eine eigene Seite für Terminanfragen oder Kontakt haben, können Sie sie als Termin- oder Kontaktlink im Profil eintragen, mit eigenem Parameter.

5. Öffnungszeiten, die stimmen

Tragen Sie die üblichen Öffnungszeiten ein, die tatsächlich gelten. Für Feiertage und besondere Anlässe lassen sich Sonderzeiten festlegen. Das ist wichtiger, als es klingt: Eine geschlossene Tür, obwohl Google „geöffnet“ anzeigt, kostet Vertrauen.

Google weist darauf hin, dass es Betriebe gibt, die gar keine Öffnungszeiten angeben sollten, zum Beispiel solche, die nur nach Vereinbarung arbeiten. Wenn Sie keine festen Zeiten haben, lassen Sie das Feld leer, statt „rund um die Uhr“ einzutragen. „Rund um die Uhr“ gehört nur in ein Profil, wenn der Betrieb wirklich dauernd geöffnet ist, etwa ein Café, das Tag und Nacht aufhat.

So gehen Sie vor:

  • Vergleichen Sie die Zeiten im Profil mit denen auf Ihrer Website und an der Tür.
  • Tragen Sie Feiertage und Betriebsferien ein, bevor sie anfangen, nicht danach.
  • Ändern sich Ihre Zeiten, ändern Sie Website und Profil am selben Tag.

6. Beschreibung: sachlich, ohne Werbung

In der Beschreibung erklären Sie in wenigen Sätzen, was Ihr Betrieb anbietet und was ihn ausmacht. Google verlangt, dass sie übersichtlich ist und den Tatsachen entspricht. Nicht zulässig sind:

  • Links jeder Art
  • Werbung für Sonderaktionen, günstige Preise und Angebote („50 % Rabatt auf alles“)
  • minderwertige oder ablenkende Inhalte, etwa effekthascherische Zeichen oder sinnlose Buchstabenfolgen

Die Länge ist begrenzt; nach meinem Stand sind es 750 Zeichen, die Grenze zeigt Ihnen der Editor an. Ein Muster mit Platzhaltern in eckigen Klammern (der Betrieb ist ein Beispiel):

[Betriebsname] ist ein Malerbetrieb in [Ort] im [Kreis]. Wir streichen, tapezieren und verputzen Wohnungen, Häuser und Gewerberäume und beraten bei Farbe und Fassade. Seit [Jahr] arbeiten wir in [Orten im Einzugsgebiet]. Für ein Angebot schauen wir uns die Räume vor Ort an.

Das sind gut 270 Zeichen, also weit unter der Grenze. Die Beschreibung enthält Art des Betriebs, Ort, Leistungen und das Einzugsgebiet, nichts davon als Superlativ. Verzichten Sie auf Floskeln wie „höchste Qualität“ oder „langjährige Erfahrung“, auf Preise und auf Zusagen, die Sie nicht halten können, etwa feste Reaktionszeiten.

7. Leistungen und Attribute

Wenn Sie eine Dienstleistung anbieten, können Sie eine Leistungsübersicht anlegen. Sie soll alle Leistungen enthalten, die Kunden bei Ihnen bekommen. Eine Auswahl der „beliebtesten Angebote“ lässt Google nicht zu. Je Leistung genügt ein kurzer Satz. Preise tragen Sie nur ein, wenn Sie sie auch pflegen.

Attribute sind Zusatzangaben wie Parkplatz, WLAN, Barrierefreiheit oder Online-Termine. Tragen Sie nur ein, was stimmt, und prüfen Sie nach einem Umzug oder Umbau, ob die Angaben noch gelten. Attribute zur Zielgruppe oder Haltung eines Betriebs sind Selbstauskunft; setzen Sie nur, was Sie wirklich vertreten.

8. Fotos und Video

Mit Fotos und Videos zeigen Sie Kunden, was Sie anbieten. Sinnvoll sind, in dieser Reihenfolge:

  1. Logo und Titelbild, damit Ihr Profil sofort erkennbar ist.
  2. Außenansicht und Eingang. Das hilft beim Finden und bei der Videobestätigung.
  3. Das Team bei der Arbeit, wenn alle zugestimmt haben.
  4. Arbeitsergebnisse und Räume.

Nehmen Sie eigene Bilder, keine Stockfotos; die wirken austauschbar. Klären Sie die Bildrechte: Fotos, die ein Fotograf für Sie gemacht hat, dürfen Sie meist nur im vereinbarten Umfang nutzen. Bilder von Kundenobjekten brauchen die Zustimmung des Kunden, Personen auf Fotos ihre Einwilligung. Das ist ein Hinweis, keine Rechtsberatung.

9. Bewertungen: bitten, ohne zu belohnen

Bewertungen stehen in der Suche und auf der Karte neben Ihrem Profil, und nach der Google-Hilfe zählen sie auch für die Bekanntheit. Genau deshalb gelten hier die strengsten Regeln.

Die Regel von Google: Rezensionen müssen auf tatsächlichen Erfahrungen beruhen. Anreize wie kostenlose oder vergünstigte Produkte oder Leistungen als Gegenleistung für Rezensionen sowie Änderungen an Rezensionen oder das Entfernen negativer gelten als gefälschte Interaktionen und sind streng verboten.

Daraus ergibt sich für die Praxis:

  • Keine Gegenleistung. Kein Rabatt, keine Verlosung, kein kleines Geschenk.
  • Alle fragen, nicht nur die Zufriedenen. Google rät ausdrücklich zu ehrlichen und ausgewogenen Rezensionen; eine Mischung aus positivem und negativem Feedback wirkt oft vertrauenswürdiger. Wer nur die fragt, bei denen es gut lief, verzerrt das Bild.
  • Keine Vorgaben zu Sternen oder Text. Der Kunde schreibt, was er erlebt hat.
  • Nicht Familie, Freunde oder Mitarbeitende bitten. Deren Urteil ist keine Erfahrung als Kunde.
  • Persönlich oder am Telefon bitten, am besten bei der Abnahme. Eine Mail mit der Bewertungsadresse schicken Sie nur, wenn der Kunde dem ausdrücklich zugestimmt hat. Bitten Sie nie in der Rechnungsmail: Der Bundesgerichtshof hat 2018 eine Zufriedenheitsbefragung in einer Rechnungsmail als Werbung gewertet (Az. VI ZR 225/17). Das ist ein Hinweis, keine Rechtsberatung.
  • Fortlaufend fragen, nach jedem abgeschlossenen Auftrag, nicht alle Kunden an einem Tag.

Damit Kunden nicht suchen müssen, bietet Google im Profil einen Link zum Teilen und einen QR-Code an, die direkt das Bewertungsformular öffnen. In der Google-Hilfe heißt der Artikel „Link oder QR-Code zum Anfordern von Rezensionen erstellen“; die Bezeichnung der Schaltflächen ändert Google gelegentlich. Öffnen Sie den Link vor dem ersten Versand selbst und prüfen Sie, dass er Ihr Profil zeigt. Kunden müssen für eine Rezension in einem Google-Konto angemeldet sein; das sollten Sie wissen, wenn jemand sagt, es gehe nicht.

Ein Satz, der funktioniert: „Wenn Sie mögen, freue ich mich über Ihre ehrliche Bewertung bei Google. Hier ist der Link. Sie müssen das nicht tun, und es gibt dafür nichts.“

Auf Bewertungen antworten

Antworten sind öffentlich und erreichen viele Leser. Google empfiehlt, sie kurz zu halten, freundlich und hilfreich, und nicht wie ein Verkäufer zu schreiben. Unterschreiben Sie mit Namen oder Initialen, das wirkt authentischer, und antworten Sie zeitnah. Drei Muster:

  • Positive Bewertung: „Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Schön, dass die Zusammenarbeit für Sie gepasst hat. Wenn später etwas anzupassen ist, melden Sie sich einfach. Viele Grüße, [Name]“
  • Bewertung ohne Text: „Danke für die Bewertung, [Vorname]. Ich freue mich über Ihr Vertrauen. Viele Grüße, [Name]“
  • Kritische Bewertung: „Danke für Ihre offene Rückmeldung. Dass [Punkt] nicht gepasst hat, tut mir leid. Ich möchte das gern klären: Rufen Sie mich bitte an unter [Nummer]. Viele Grüße, [Name]“

Bei Kritik gilt: keine privaten Daten des Verfassers nennen, ihn nicht persönlich angreifen, Fehler offen zugeben, Kontakt anbieten. Eine Rezension, die gegen die Richtlinien von Google verstößt, können Sie melden. Eine unbequeme Bewertung nicht.

Bewertungen kaufen?

Nein. Gekaufte Bewertungen beruhen nicht auf tatsächlichen Erfahrungen und gelten bei Google als gefälschte Interaktion. Das kann das Profil beeinträchtigen, und gekaufte Bewertungen können zudem als irreführend gelten (Hinweis, keine Rechtsberatung). Die ehrlichere und billigere Variante ist die oben beschriebene: jeden abgeschlossenen Kunden fragen, mit einem Link, der funktioniert.

10. Beiträge, Fragen und Antworten

Beiträge im Profil sind eine Zugabe, kein Muss. Wenn Sie welche schreiben, dann nur, was stimmt und neu ist: Betriebsferien, eine Neuigkeit, ein fertiges Projekt mit Zustimmung des Kunden. Versprechen Sie keine Wirkung. Nicht jede Funktion steht jedem Profil zur Verfügung; was Ihres anbietet, sehen Sie in Ihrem Konto.

Zeigt Ihr Profil Fragen von Kunden an, beantworten Sie sie. Wer dafür keine Zeit hat, sollte lieber nichts halb pflegen: Ein Beitrag von vor zwei Jahren wirkt nicht neu, sondern vergessen.

11. Profil und Website abgleichen

Google gleicht Angaben aus mehreren Quellen ab. Stehen auf Ihrer Website, im Profil und in Verzeichnissen unterschiedliche Angaben, ist das für Google und für Kunden ein Widerspruch. Prüfen Sie deshalb an jeder Stelle dieselben vier Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten.

  • Website: Kontaktseite, Fußzeile und Impressum nennen dieselben Angaben wie das Profil. Auch die Angaben für Suchmaschinen, die im Code der Seite stehen (strukturierte Daten), sollten übereinstimmen.
  • Verlinkung: Das Profil verweist auf die passende Seite Ihrer Website. Umgekehrt kann die Website auf das Profil verlinken, etwa mit einem Link „Bewertungen bei Google“. Ein Link genügt; eine eingebettete Google-Karte lädt Fremdinhalte und braucht nach meinem Stand eine Einwilligung (Hinweis, keine Rechtsberatung).
  • Verzeichnisse: Branchenbücher und Portale haben eigene Einträge. Suchen Sie nach Ihrem Firmennamen, nach Ihrer Telefonnummer und, falls Sie umgezogen sind oder den Namen geändert haben, nach dem früheren Namen und der alten Adresse. Alte Einträge bleiben oft jahrelang stehen und werden von Google manchmal vor Ihrer eigenen Website angezeigt. Meist lässt sich der Eintrag über ein Konto beim Verzeichnis ändern oder per Mail an den Betreiber berichtigen.

Das ist Arbeit, die schnell vergessen wird. Ein einheitlicher Auftritt an allen Stellen vermeidet die Widersprüche, die Kunden und Google sonst sehen.

12. Messen

Ohne Ausgangswerte können Sie später nicht sagen, ob etwas gewirkt hat. Halten Sie deshalb vor jeder Änderung den Stand fest.

  • Im Profil: Die Leistungsübersicht des Profils zeigt in der Regel, wie oft Ihr Profil angesehen wurde und wie oft Kunden anriefen, die Route abfragten oder auf die Website klickten. Notieren Sie die Zahlen mit Datum.
  • In Ihrer Webstatistik: Mit dem Zählparameter aus Punkt 4 sehen Sie, wie viele Besuche aus dem Profil kommen.
  • In der Search Console: Dort sehen Sie, zu welchen Suchanfragen Ihre Website erscheint. Sie zeigt die Website, nicht das Profil.

Vergleichen Sie nach mehreren Wochen, nicht nach zwei Tagen. Rankings schwanken, und Sie sollten keinem Anbieter glauben, der eine Zahl verspricht.

Pflege-Routine

Ein Profil, das einmal gepflegt wird, veraltet. Als Mindestmaß genügt:

Wann Was
Wöchentlich (etwa 5 Minuten) Neue Bewertungen lesen und beantworten
Monatlich Öffnungszeiten, Fotos und gegebenenfalls einen Beitrag prüfen
Vierteljährlich Name, Kategorien, Leistungen und Verzeichniseinträge durchsehen
Vor Feiertagen und Betriebsferien Sonderöffnungszeiten eintragen

Fünf Dinge, die ich bei jedem Profil zuerst prüfe

Wenn ich ein Profil durchgehe, schaue ich als Erstes auf diese fünf Stellen, weil sie am schnellsten auffallen und am einfachsten zu beheben sind:

  1. Der Name: Steht ein Leistungs- oder Ortszusatz darin?
  2. Der Website-Link: Beginnt er mit https:// und führt er auf die richtige Seite?
  3. Die Öffnungszeiten: Stimmen sie mit Website und Tür überein, oder steht dort „rund um die Uhr“, obwohl niemand durchgehend da ist?
  4. Die Beschreibung: Enthält sie Floskeln, Preise oder Zusagen statt Tatsachen?
  5. Die Altlasten: Zeigt ein Verzeichnis noch den früheren Namen oder die alte Adresse?

Häufige Fragen

Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?

Das Profil selbst kostet nichts. Sie zahlen mit Zeit: für das Anlegen, das Bestätigen und die laufende Pflege. Kosten entstehen erst, wenn Sie jemanden beauftragen. Nötig ist das nicht.

Heißt Google My Business jetzt Google-Unternehmensprofil?

Ja. Das Angebot hieß früher Google My Business, später Google Business Profile; auf Deutsch spricht Google vom Unternehmensprofil. Gemeint ist derselbe Eintrag in Suche und Karte.

Wie ändere ich Öffnungszeiten, Telefon oder Website?

Melden Sie sich mit dem Google-Konto an, das das Profil verwaltet, öffnen Sie Ihr Profil und wählen Sie dort die Bearbeitung der Unternehmensinformationen. Dort stehen die Angaben zu Zeiten, Telefon und Website. Änderungen erscheinen nicht immer sofort. Bezeichnungen und Menüs ändert Google gelegentlich, rechnen Sie also mit leichten Abweichungen.

Darf ich Bewertungen kaufen oder meine Kunden dafür belohnen?

Nein. Google nennt Anreize wie kostenlose oder vergünstigte Leistungen als Gegenleistung für Rezensionen ausdrücklich gefälschte Interaktionen (Stand der Google-Hilfe: 11.10.2026). Gekaufte Bewertungen können zudem als irreführend gelten (Hinweis, keine Rechtsberatung).

Kann ich eine schlechte Bewertung löschen lassen?

Nicht, weil sie unangenehm ist. Melden können Sie Rezensionen, die gegen die Richtlinien von Google verstoßen. Alles andere beantworten Sie sachlich: danken, auf den Punkt eingehen, Kontakt anbieten, nichts Vertrauliches nennen.

Brauche ich zusätzlich eine Website?

In der Regel ja. Das Profil zeigt Basisdaten und Bewertungen, die Website erklärt Leistungen und Ablauf. Beide sollten dieselben Angaben nennen und aufeinander verweisen.

Wie lange dauert es, bis sich etwas zeigt?

Das lässt sich nicht zusagen. Halten Sie vorher den Stand fest (Aufrufe, Anrufe, Routen) und vergleichen Sie nach einigen Wochen.

Werde ich dann auch in ChatGPT und anderen KI-Antworten genannt?

Zusagen kann das niemand. Beobachtet habe ich: In einem Test von webAION am 11.10.2026 (148 Antworten von ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude und Google) stützten sich alle drei Nennungen von ChatGPT auf die Karte aus dem Google-Profil. Die Stichprobe ist klein; sie deutet nur an, dass die Angaben im Profil dort eine Rolle spielen können.

Wie deaktiviere oder entferne ich ein Profil?

Die Möglichkeit finden Sie im Profil selbst: Sie können es als dauerhaft geschlossen markieren oder entfernen. Bei einem Umzug oder einer Umbenennung ist Bearbeiten meist besser als Löschen, weil Bewertungen am Profil hängen. Sehen Sie vor dem Entfernen in der Google-Hilfe nach, was mit den Bewertungen geschieht.

Was ist der Unterschied zwischen Profil und Verzeichniseintrag?

Das Profil liegt bei Google und wird dort gepflegt. Verzeichnisse wie Branchenbücher haben eigene Einträge, die denselben Namen, dieselbe Adresse und dieselbe Nummer tragen sollten.

Wenn Sie das nicht selbst machen möchten

Wenn Sie das Profil nicht selbst pflegen möchten, richte ich es auf Wunsch zusammen mit einer neuen Website mit Betreuung ein; was dabei enthalten ist, steht auf der Seite Webdesign Preise. Wie Betriebe bei Google, auf der Karte und in KI-Antworten gefunden werden, steht unter Bei Google gefunden werden. Eine erste Orientierung gibt der Website-Check. Mehr zu den Begriffen finden Sie im Lexikon unter Google Unternehmensprofil und Local SEO. Und wenn Sie einfach fragen möchten: Anfrage senden. Eine Zeile genügt.

Quellen der Google-Angaben

Die Regeln in dieser Checkliste stammen aus der Google-Unternehmensprofil-Hilfe, abgerufen am 11.10.2026:

Dieser Text ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung. Wo ich Messwerte nenne, stammen sie aus eigenen Prüfungen am genannten Tag.

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