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Marketing für Handwerksbetriebe: wo Sie beginnen

Marketing für Handwerksbetriebe in sinnvoller Reihenfolge: Website, Google-Profil, Bewertungen, Empfehlungen, Azubis und soziale Medien, mit Anleitungen.

Ronni Wordel
7 Min. Lesezeit

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Das Wichtigste in Kürze

Für Handwerksbetriebe lohnt sich meist diese Reihenfolge: zuerst die Website, dann das Google-Profil, dann Bewertungen und Empfehlungen, danach die Azubi-Seite und zuletzt soziale Medien in Maßen. Jeder Schritt baut auf dem vorigen auf. Diese Seite sagt je Schritt, warum er dran ist, was Sie tun und in welcher Anleitung die Einzelheiten stehen.

Zu dieser Seite: Sie ist ein Überblick und verweist auf meine ausführlichen Anleitungen. Zahlen, Quellen und Stand stehen dort, nicht hier. Preise und Erfolgsquoten nenne ich auf dieser Seite bewusst nicht: Preise ändern sich und stehen offen auf den Preisseiten, und eine Quote für Ihren Betrieb kann ich nicht seriös angeben.

Warum diese Reihenfolge?

Das ist meine Einordnung, kein Naturgesetz. Wer Sie bei Google findet, landet auf Ihrem Profil oder auf Ihrer Website. Beide sollten stimmen, bevor Sie Zeit in Bewertungen, Anzeigen oder Beiträge stecken. Bewertungen und Empfehlungen wirken dann, wenn der Kunde, der durch sie auf Sie aufmerksam wird, sofort sieht, was Sie anbieten, wo Sie arbeiten und wie er Sie erreicht. Und eine Azubi-Seite gehört auf eine Website, die ohnehin gut funktioniert.

1. Die Website: ein Auftritt, der Anrufe möglich macht

Warum zuerst: Sie ist die Seite, auf die alles andere zeigt: das Google-Profil, die Empfehlung, die Bewerbung.

Was Sie tun:

2. Das Google-Profil: der Eintrag, den Kunden zuerst sehen

Warum als Zweites: Das Profil erscheint in der Google-Suche und in Google Maps, es ist kostenlos und gehört in Ihre Hand.

Was Sie tun:

  • Legen Sie das Profil an oder beanspruchen Sie einen vorhandenen Eintrag. Die Anleitung Google-Unternehmensprofil erstellen führt dorthin und nennt typische Fehler beim Namen und bei den Öffnungszeiten.
  • Arbeiten Sie hauptsächlich beim Kunden vor Ort, sehen die Google-Richtlinien (Stand: 13.10.2026) ein Einzugsgebiet statt einer sichtbaren Adresse vor; wird der Betrieb von einer Privatadresse aus geführt, sollte die Adresse nicht angezeigt werden. Das Gebiet soll grob etwa zwei Autostunden nicht überschreiten.
  • Pflegen Sie das Profil mit der Checkliste zum Google-Unternehmensprofil.
  • Name, Adresse und Telefonnummer sollen überall gleich lauten: Website, Profil, Verzeichnisse. Warum das zählt, steht unter Einheitliche Angaben zu Name, Adresse und Telefon.

3. Gefunden werden: Karte und Suche

Warum jetzt: Sind Website und Profil in Ordnung, lohnt sich der Blick darauf, wie Sie in der lokalen Suche erscheinen.

Was Sie tun:

4. Bewertungen

Warum: Wer Ihr Profil findet, sieht die Bewertungen sofort. Von allein kommen oft nur wenige, wenn niemand darum bittet.

Was Sie tun:

  • Bitten Sie zufriedene Kunden um eine Bewertung, zum Beispiel mit einem Link oder QR-Code. Das ist erlaubt. Gegenleistungen für Bewertungen sind nach der Google-Hilfe (Stand: 13.10.2026) streng verboten, ebenso das Entfernen negativer Bewertungen.
  • Antworten Sie freundlich, kurz und persönlich, auch auf schlechte Bewertungen: Nennen Sie keine privaten Daten des Verfassers und greifen Sie ihn nicht an.
  • Der Ratgeber Online-Bewertungen: So werden Google-Rezensionen Ihr bester Verkäufer zeigt den Ablauf.

5. Empfehlungen

Warum: Kunden vertrauen einer persönlichen Empfehlung. Ob sie bei Ihnen der wichtigste Weg ist, sehen Sie, wenn Sie neue Kunden fragen, wie sie auf Sie gekommen sind.

Was Sie tun: Fragen Sie nach der Abnahme, notieren Sie, wie neue Kunden auf Sie gekommen sind, und bedanken Sie sich bei Empfehlenden. Wann Kunden empfehlen, wie Sie fragen und wo die Grenzen bei Prämien und E-Mail-Werbung liegen, steht im Ratgeber Empfehlungsmarketing für Betriebe.

6. Azubis und Fachkräfte

Warum: Bewerber schauen sich Ihre Website an, bevor sie sich melden. Eine Seite für Azubis, die ihre Fragen beantwortet, gehört deshalb dazu.

Was Sie tun: Der Ratgeber Azubis finden im Handwerk nennt die Fragen, die Ihre Azubi-Seite beantworten sollte, und zeigt, wie Praktikum, Lehrstellenbörse und Stellenanzeige zusammenspielen.

7. Soziale Medien in Maßen

Warum zuletzt: Beiträge kosten laufend Zeit. Sie lohnen sich, wenn die Schritte davor stehen und jemand im Betrieb Freude daran hat.

Was Sie tun: Wählen Sie eine Plattform, auf der Ihre Kunden oder Bewerber sind, statt überall ein bisschen. Eine Entscheidungshilfe gibt der Ratgeber Social Media für kleine Betriebe: Welche Plattform bringt Kunden?.

Was ich nicht empfehle

  • Anzeigen ohne Messung. Wer Anzeigen schaltet, sollte wissen, welche Anfragen daraus entstehen. Der Vergleich Google Ads oder Suchmaschinenoptimierung hilft bei der Entscheidung, Lokale Werbung digital ordnet die Kanäle ein.
  • Verträge mit langer Laufzeit ungeprüft unterschreiben, zum Beispiel für Werbepakete oder Verzeichniseinträge. Lassen Sie sich Laufzeit, Kündigung und Leistung schriftlich geben und rechnen Sie nach, was Sie tatsächlich bekommen.
  • Zusagen zu Platzierungen. Ich gebe keine ab, und Sie sollten bei jeder Zusage nachfragen, worauf sie sich stützt.

Ein Plan für die ersten vier Wochen

Wenn Sie nur einen Schritt pro Woche schaffen:

  1. Woche 1: Die Website am Handy ansehen und die Kontaktwege testen (Schritt 1 im Website-Check).
  2. Woche 2: Das Google-Profil anlegen oder prüfen: Name, Öffnungszeiten, Telefon, Internetadresse mit „https://“.
  3. Woche 3: Festlegen, wann und wie Sie um Bewertungen und Empfehlungen bitten, und den ersten Satz notieren.
  4. Woche 4: Die Azubi-Seite planen oder entscheiden, ob eine Plattform für soziale Medien zu Ihnen passt.

Häufige Fragen

Was bringt Marketing für einen kleinen Handwerksbetrieb?

Es sorgt dafür, dass Kunden Sie finden, Ihnen vertrauen und Sie erreichen können. Wie viel das in Ihrem Betrieb bringt, hängt von Einzugsgebiet, Auslastung und Leistungen ab; eine Zusage dazu gebe ich nicht. Beginnen Sie mit den Schritten, die wenig kosten: Profil, Kontaktwege, die Bitte um eine Bewertung.

Brauche ich eine Agentur?

Nicht zwingend. Die ersten Schritte schaffen Sie selbst. Hilfe lohnt sich, wenn die Website technisch neu aufgesetzt werden muss, wenn Sie die Befunde nicht einordnen können oder wenn Ihnen schlicht die Zeit fehlt.

Was kostet Online-Marketing?

Das hängt vom Umfang ab. Auf dieser Seite stehen bewusst keine Preise. Die aktuellen Preise für meine Leistungen stehen offen auf der Seite Preise.

Wo fange ich an?

Bei der Website, genauer bei den Kontaktwegen: Kann ein Kunde Sie am Handy mit zwei Tippern erreichen? Danach folgt das Google-Profil. Der Plan für die ersten vier Wochen oben zeigt eine Reihenfolge.

Lohnen sich Google Ads für Handwerker?

Das hängt von Einzugsgebiet, Marge und Messung ab. Anzeigen sind sinnvoll, wenn Sie wissen, welche Anfragen aus ihnen entstehen. Der Vergleich Google Ads oder Suchmaschinenoptimierung nennt die Vor- und Nachteile.

Wenn Sie Hilfe möchten

Schreiben Sie mir über das Kontaktformular, wo Sie stehen und was Sie als Nächstes angehen möchten. Ich schaue mir Website und Profil an und sage Ihnen, welcher Schritt zuerst dran ist.

Quellen

Dieser Überblick enthält keine eigenen Zahlen. Die Quellen zu den Einzelthemen stehen am Ende der verlinkten Anleitungen. Für die beiden Google-Regeln, die ich oben nenne, habe ich am 13.10.2026 diese Seiten gelesen:

Dieser Artikel ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung.

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